Conductor

Mark Mast

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Mark Mast – Dirigent, Künstlerischer Leiter mehrerer Festivals und Konzertreihen sowie diverser Institutionen und Pädagoge gehört seit über einem Jahrzehnt zu den engagiertesten und vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten seiner Generation. 1963 in Mitteltal, Schwarzwald geboren, studierte er zunächst in Heidelberg Musik, später in Paris und München. Wichtige Impulse für seine Laufbahn als Dirigent erhielt er von Leonard Bernstein und Sergiu Celibidache. Heute lebt er mit seiner Familie in München und hat mit seinen Auftritten auf vielen nationalen und internationalen Bühnen und an Opernhäusern seine Kompetenz im symphonischen Repertoire ebenso wie im Musiktheater und Ballett gezeigt.
 
Er dirigiert als Gast regelmäßig Klangkörper wie z.B. das Stuttgarter Kammerorchester, die Württembergische Philharmonie Reutlingen, die Baden-Badener Philharmonie, das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim, das Württembergische Kammerorchester Heilbronn, die Nürnberger, Hofer und Münchner Symphoniker, das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg sowie die Philharmonie der Nationen. Seit Jahren arbeitet er auch auf dem Gebiet der Historischen Aufführungspraxis mit dem Barockorchester L'arpa festante zusammen und widmet sich der Aufführung neuer Musik. Hier ist insbesondere die intensive Auseinandersetzung mit Werken von Komponisten des 20. Jahrhunderts wie Carl Orff, Werner Egk, Karl Amadeus Hartmann und Wilfried Hiller zu nennen. Viele Werke zeitgenössischer Komponisten wie Cecil Effinger, Wolfram Graf, Jörg Riedelbauer und Joseph Schwantner hat er beauftragt und brachte sie zur Uraufführung oder Erstaufführung.
 
Mark Mast dirigierte renommierte internationale Orchester wie die Camerata Athen in Griechenland, das Lettische Nationalorchester Riga, das Orchester des Slowenischen Nationaltheaters, das Orchestra Ensemble Kanazawa in Japan und verschiedene tschechische Kammerorchester aus Prag und arbeitete mit Solisten und Künstlerpersönlichkeiten wie z.B. Daniel Müller-Schott, Ingolf Turban, Mirjam Contzen, Jan-Hendrik Rootering und Justus Frantz, August Everding, Loriot, Hellmuth Matiasek, Tomasz Kajdankskij und Konstantin Wecker zusammen. Vielbeachtete Opern-, Ballett- und Filmproduktionen z.B. im Münchner Prinzregententheater, am Volkstheater Rostock, am Slowenischen Nationaltheater in Ljubljana sowie zuletzt am Landestheater Eisenach bezeugen seine Vielseitigkeit als Dirigent. Als Musikalischer Leiter der Festspiele »Orff-in-Andechs« dirigierte Mark Mast seit 1998 alle dortigen Musiktheaterproduktionen und brachte dabei vielfach den »Mond«, die »Bernauerin« und die »Kluge« von Carl Orff sowie den »Goggolori« von Wilfried Hiller zur Aufführung.
 
Als Künstlerischer Leiter der Jungen Münchner Philharmonie e.V. ist Mark Mast seit vielen Jahren intensiv pädagogisch tätig. Neben zahlreichen internationalen Konzertreisen in verschiedene Länder Europas und die USA liegen dabei die Schwerpunkte seiner Arbeit auf besonderen Projekten wie Orchester- und Opernakademien sowie Symphonischen Meisterklassen, bei denen er beispielsweise mit Zubin Mehta, Sir Colin Davis und Esa-Pekka Salonen zusammenarbeitet. Als Chefdirigent der Jungen Münchner Philharmonie verantwortet er zudem künstlerisch die Arbeit der beiden Klangkörper Münchner Jugendorchester und Kinderphilharmonie München, wobei er regelmäßig mit Mitgliedern renommierter Orchester wie unter anderem der Münchner Philharmoniker, des Orchesters der Bayerischen Staatsoper sowie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks zusammenarbeitet.
 
Seit 1998 ist Mark Mast Künstlerischer Leiter des Schwarzwald Musikfestivals, was sich dank seines Konzepts aus kleinen Anfängen zu einem überregional beachteten Ereignis entwickelt hat. Dies wird auch durch die Entwicklung des von ihm 2001 gegründeten Festivalchors symbolisiert, mit dem er nach der »9. Symphonie« von Ludwig van Beethoven 1999 und der »h-moll-Messe« von Bach 2000 seit 2002 bei den Eröffnungskonzerten des Festivals nacheinander die »Schöpfung« und die »Jahreszeiten« von Haydn sowie das »Requiem« von Dvorak zur Aufführung brachte. In diesem Jahr wird die Reihe mit dem »Stabat Mater« von Dvorak fortgesetzt.
 
Er wurde 2001 zudem zum Intendanten der Sergiu Celibidache Stiftung berufen. Für sie konzipierte und leitete er 2002 erstmals das »Sergiu Celibidache Festival«, das 2004 erneut in München stattfand. Neben den Planungen für das 3. Sergiu Celibidache Festival im Jahre 2006 finden im Moment Vorbereitungen für die Durchführung des Festivals auch in Bukarest und Bologna statt. Mark Mast wird immer wieder in die Jurys renommierter Wettbewerbe geladen. So war er u.a. Jury-Mitglied beim Internationalen Wolfgang-Jacobi-Wettbewerb 2001 und beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert 2004.
 
In 2005 wird Mark Mast an den Landestheatern Eisenach sowie erstmals in Meiningen dirigieren. Nach den Konzerten des Schwarzwald Musikfestivals steht unter seiner Leitung bei den Festspielen »Orff-in-Andechs« eine Neuproduktion der »Carmina Burana« mit Tanztheater in der Choreographie von Tomasz Kajdanskij auf dem Spielplan, sowie die Wiederaufnahme des »Goggolori« von Wilfried Hiller. Im August folgt dann im Anschluss an die Sommerakademie Kloster Seeon der Jungen Münchner Philharmonie der erneute Auftritt im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin beim international renommierten Festival »young.euro.classic« mit der 6. Symphonie von Karl Amadeus Hartmann, sowie der 6. Symphonie von Anton Bruckner. Im Oktober leitet er zum wiederholten mal ein Opernkonzert in Zusammenarbeit mit dem Jungen Ensemble und der Orchesterakademie der Bayerischen Staatsoper.
 
Das Künstlertum von Mark Mast ist geprägt vom Verständnis eines Kapellmeisters, der sein Handwerk in den Dienst der Sache des Komponisten stellt. Als zentrales Anliegen seiner Tätigkeit begreift er auch den lebendigen Dialog mit den Künstlern aller Sparten ebenso wie mit dem Publikum. »Wenn das Hinhören und Lauschen die Sprache unserer Seele und unseres Herzens zum Klingen bringt, dann kann Stille zur Musik werden.


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